SPD-Fraktion fordert studentisches Wohnen in der Altstadt: „Belebung und Imagewandel der Innenstadt weiter vorantreiben!“

März 12, 2019

In der Altstadt geht es bergauf. Vorbei sind die Zeiten, als nur Negativmeldungen das  Geschehen bestimmten. Anwohnerklagen, ein schmuddeliges Straßenbild und schwindende Besucherzahlen hingen noch vor wenigen Jahren wie düstere Wolken über der Innenstadt. Heute hat sich die Situation erheblich gewandelt: Immer mehr Menschen kommen tagsüber in die Altstadt; Kulturküche, Vinylgarage und andere Einrichtungen haben sich als neue Anlaufstellen etabliert. Die Altstadtinitiative hat viel bürgerschaftliches Engagement losgetreten. Und der Altstadt-Kümmerer sorgt dafür, dass die Initiativen vernetzt werden und mehr Projektarbeit möglich wird.

„Gegen politischen Widerstand haben wir die Einrichtung der Stelle und ihre Finanzierung 2016 durchgesetzt. Heute steht fest: Das funktioniert sehr gut!“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs nach einer Diskussionsrunde mit Altstadt-Kümmerer Marius Müller. Auf den Erfolgen dürfe man sich nicht ausruhen, sagt Heinrichs und fordert, dass städtische Wohnungsbauunternehmen Studierenden-Wohnungen gezielt an der Aachener Straße bauen sollen. „Für die SPD-Fraktion ist klar, dass das neue Wohngebiet auf dem Maria-Hilf-Gelände und die Partyszene sich ergänzen müssen und keine Konkurrenz werden dürfen“, sagt Heinrichs.

„Insgesamt“, unterstreicht der SPD-Chef im Stadtbezirk Nord, Janann Safi, „hat sich in den letzten Jahren ungemein viel Positives getan. Ohne das ehrenamtliche Engagement gäbe es weder die schöne Beleuchtung auf der Waldhausener Straße, noch das Köntges oder den Freiraum von Kolping.“ Viele Altstadtbesucher begrüßen auch die stärkere Präsenz von Polizei und Ordnungsamt auf der Straße. „Die Altstadt ist für alle da und für viele Menschen auch der Wohnort. Lärm, wilder Müll oder Vandalismus gehören nicht zu einer attraktiven Altstadt. Die gemeinsamen Anstrengungen von Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst zeigen Wirkung. Weiteres Verbesserungspotential ist gemeinsam mit der Bürgerschaft im Dialog zu diskutieren, damit sich auch die Anwohner rund um die City-Kirche und der Waldhausener Straße wohlfühlen“, sagt Safi.

„Es hat sich ein friedlicheres Klima entwickelt. Die Leute kommen wieder, weil es Musik für jeden Geschmack, coole Locations und eine friedliche Atmosphäre gibt. Angsträume sind durch die Beleuchtung verschwunden und das Engagement der sozio-kulturellen Szene und der Anwohner*innen ist sichtbar“, findet Josephine Gauselmann, Juso-Vorsitzende und selbst gerne in der Altstadt unterwegs: „Was inzwischen besonders auffällt, ist die bessere Vernetzung und die bessere Zusammenarbeit der Wirte. Es entstehen gemeinsame Aktionen wie der Altstadttrödel oder die Clubnacht. Die Altstadt lebt, die Partyszene hat sich einfach verändert. Es zwar immer noch viele verwaiste Kneipen und Ladenlokale, aber es tut sich was in der Altstadt. Nicht alle Leerstände lassen sich wieder in Gastronomie umwandeln, aber wir können die Eigentümer*innen ermutigen ihr Quartier zu gestalten.“

—–
Bei einer Diskussionsrunde haben sich die Mitglieder der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) beim städtischen Altstadt-Kümmerer Marius Müller über die aktuellen Entwicklungen in der Altstadt informiert.

 

image_print