Erklärung der SPD Mönchengladbach zum Angriff auf die Moschee an der Mittelstraße

Mai 29, 2019

Am Dienstag haben bislang Unbekannte die Moschee an der Mittelstraße in Rheydt mit einem abgetrennten Schweinekopf und fremdenfeindlichen Symbolen attackiert. Dazu erklären Gülistan Yüksel, Mitglied des Bundestages und Unterbezirksvorsitzende, Felix Heinrichs, Fraktionsvorsitzender und Hans-Willi Körfges, Mitglied des Landtages für die SPD Mönchengladbach:

„Wir sind entsetzt und angewidert von dieser feigen und abartigen Attacke auf die Moschee an der Mittelstraße. Solche respektlosen und rassistischen Angriffe auf ein friedliches Miteinander in unserer Stadt können wir nicht tolerieren. Wir erwarten, dass alle Möglichkeiten genutzt werden, diese Tat aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Es ist für uns offensichtlich, dass es einen Zusammenhang mit der für Sonntag geplanten rechtsextremen Demonstration von Dominik Roeseler gibt. Roeseler selbst wollte ursprünglich direkt vor der Moschee ein Spanferkel braten. Diese gezielte Provokation hat nichts mit politischer Meinungsäußerung zu tun, sondern ist Ausdruck einer Geisteshaltung, die in Mönchengladbach keinen Platz haben darf! Wir verurteilen daher sowohl die Tat von Dienstag als auch die geplante Demonstration am kommenden Sonntag. Es muss mit allen rechtsstaatlichen Mitteln versucht werden, diesem menschenverachtenden Gebaren einen Riegel vorzuschieben. Die SPD-Landtagsfraktion hat bereits im Innenausschuss einen mündlichen Bericht zu der Tat angefordert und wird dem Vorfall nachgehen.

Alle Mönchengladbacher*innen sind aufgerufen, ein deutliches Zeichen gegen diese Art des offenen Hasses zu setzen und sich der Gegendemonstration des breiten Bündnisses „Mönchengladbach stellt sich quer“ (MSSQ) anzuschließen. Mönchengladbach ist eine weltoffene und tolerante Stadt. Dieser Anspruch muss auch für alle Gotteshäuser und Vereinigungen jedweder Religion gelten.“

 

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