Quartierskonzept geht in die Umsetzung – Stadtteilbudget schafft Raum für gute Ideen

Juli 04, 2019

„Die Bürgerinnen und Bürger in ihren Stadtteilen wissen am besten, was vor Ort fehlt. Wir sorgen dafür, dass unkomplizierte Hilfe schnell möglich wird und jeder Stadtteil noch lebenswerter werden kann. Mönchengladbach lebt von der Vielfalt seiner Hohnschaften, Ortsteile und Zentren. Genau diese Vielfalt wollen wir stärken und die Menschen unmittelbar in die Entscheidung über ihr Lebensumfeld einbeziehen“,  erklärt der Chef der SPD-Fraktion Felix Heinrichs.

Jeder Stadtteil bekommt ein eigenes Stadtteilbudget. Abhängig von der Größe des Stadtteils stehen zwischen 1.000 und 3.000 Euro pro Jahr den Menschen vor Ort zur Verfügung. Wofür das Geld genau ausgegeben wird, entscheidet die Sozialverwaltung nach Anträgen aus der Bürgerschaft. „Ich kann mir vieles vorstellen, was vor Ort mit dem Geld gemacht werden kann. Nachbarn wollen ein Straßenfest organisieren, Eltern stellen eine Ferienfreizeit auf die Beine oder ein lokales Netzwerk bietet ein Angebot für Seniorinnen und Senioren an. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, erklärt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ralf Horst. Gerade die runden Tische in Stadtteilen wie Eicken, Hardterbroich oder Waldhausen zeigen, dass bürgerschaftliches Engagement im Stadtteil funktioniert und auch langfristig bestehen bleibt.

„Natürlich sprechen wir noch von kleinen Beträgen. Für uns ist es aber der Einstieg in eine stärkere und direktere Bürgerbeteiligung. Die Regelungen müssen dabei so unbürokratisch wie möglich sein. Hier brauchen wir weitere Erfahrungen, die das neue Konzept liefern wird“, fordert Heinrichs.

Neben dem Stadtteilbudget stehen noch einmal 100.000 Euro zur Verfügung, um größere und langfristige Projekte anzustoßen und zu finanzieren. „Hier kann der Sozialausschuss gemeinsam mit den Bezirksvertretungen Schwerpunkte festlegen und sich mit gesamtstädtischen Problemen auseinandersetzen“, ergänzt Ralf Horst.

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