Polizeipräsidium: Stadt soll direkt Verhandlungen mit dem Land führen

Juni 13, 2018

Kommenden Monat eröffnet das neue Polizeipräsidium an der Krefelder Straße. Doch nach wie vor ist unklar, was aus dem Gelände am bisherigen Standort wird. Der im Jahr 2015 beschlossene Rahmenplan Grenzlandstadion/Polizeipräsidium sieht für das circa 3,5 Hektar große Areal die Entwicklung eines gemischt genutzten Quartiers mit den Schwerpunkten Dienstleistungen und hochschulaffine Nutzungen vor.

„Das kann Forschung, studentisches Wohnen, Werkstätten, Büros oder Neugründungen mit Hochschulbezug umfassen. Wichtig ist für uns, dass sich die Entwürfe in die angrenzenden Entwicklungspole der Hochschule Niederrhein, dem Montforts-Quartier oder dem neuen Campuspark einfügen. Die Überlegungen, Einrichtungen des Landes wie beispielsweise die Cybercrime-Akademie in Mönchengladbach anzusiedeln, unterstützen wir natürlich. So oder so muss es jetzt aber vorangehen, denn wir wollen keinen Leerstand mitten in der Stadt“, betont Felix Heinrichs, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.

„In den vergangenen Monaten und Jahren sind viele Gespräche geführt worden. Vertragsreife Ergebnisse liegen leider bis heute nicht vor. Wir bitten daher jetzt die Stadt, noch einmal intensiv und zielgerichtet in Verhandlungen mit dem Land als Eigentümer einzusteigen. Einen entsprechenden GroKo-Antrag bringen wir für den Hauptausschuss ein“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Dr. Hans Peter Schlegelmilch.

„Ziel ist es, die neue Mitte unserer Stadt sowie das Hochschulquartier noch stärker mit Leben und Dynamik zu füllen. Wohnen, Arbeiten, Forschen und Freizeit sollen sich hier Tür an Tür gegenseitig ergänzen. Der Umzug des Polizeipräsidiums bietet insofern die große und spannende Chance, an einem zentralen Standort Zukunft für unsere Gesamtstadt zu gestalten“, so die beiden Fraktionsvorsitzenden abschließend.

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