Ortsverein Mönchengladbach-Nord

Gut 75.000 Menschen nennen den Stadtbezirk Mönchengladbach Nord ihre Heimat. Der etwas technisch gewählte Name geht zurück auf die Neueinteilung der Stadt Mönchengladbach in vier Stadtbezirke aus dem Jahr 2009. Bis dahin gab es in der Stadt zehn Bezirke, darunter Stadtmitte und Hardt/Venn, die zusammen den neuen Norden bilden. Hardt-Mitte, Venn, Hardter Wald, Windberg, Eicken, Am Wasserturm, Gladbach, Waldhausen, Westend, Dahl und Ohler heißen die einzelnen Stadtteile, die es im Stadtbezirk Nord gibt. Sie finden sich wiederum in neun Ratswahlkreisen zusammen: Hardt, Venn, Windberg-Nord/Großheide/ Bunter Garten, Waldhausen/ Windberg-Süd, Speick/ Westend, Dahl/Ohler/Hermges, City, Eicken-Süd/ KFH, Eicken-Nord.

Die Stadtteile sind es, in denen das eigentliche Leben stattfindet. Ruhigere Gegenden in den Außenbezirken und die pulsierende Innenstadt bilden zusammen eine Gesamtkomposition, die einiges zu bieten hat. Mönchengladbach ist weltbekannt für das Museum Abteiberg, in dem moderne Kunst eine Heimat gefunden hat. Ergänzt wird der „Kulturhügel“ durch den Skulpturenpark und das Münster. Hier liegt der eigentliche Stadtkern.

974 gründete der Kölner Erzbischof Gero gemeinsam mit dem Mönch Sandrad eine Klosterkirche auf dem Abteiberg. Ältere Siedlungsfunde stammen bereits aus dem 9. Jahrhundert bzw. sogar aus der Römerzeit. Bis heute geht der Name der Stadt auf diesen Gründungskern zurück: Die Mönche am Gladebach (glitzernden Bach) = Mönchengladbach. Das ehemalige Kloster oberhalb des Geroweihers diente nach der Säkularisation der Franzosen 1802 als Stall, dann als Fabrikgebäude und schließlich als Bürgermeisterei. Heute hat der Oberbürgermeister hier seinen Amtssitz. Das Zentrum des Stadtbezirks und damit der Gesamtstadt erstreckt sich vom Alten Markt einmal Richtung Westen mit der Waldhausener Straße und Richtung Osten mit der Hindenburgstraße. Die einstige „Partymeile“ Waldhausener Straße ist in den 80er und 90er Jahren zunehmend vereinsamt. Mit der Altstadtinitiative und dem Altstadtlabor kommt nun wieder frischer Wind in die Bemühungen, die Waldhausener Straße zu einer neuen Blüte zu führen. Zwischen Altem Markt und dem Europaplatz mit dem Hauptbahnhof erstreckt sich die „Einkaufsmeile“.  2015 ist an dieser Stelle das neue Einkaufszentrum MINTO eröffnet worden, das der Stadt ein neues Antlitz sowie neue Impulse geben soll.

Folgt man der Hindenburgstraße, gelangt man nach Eicken. Dieser Traditionsstadtteil hat in den letzten Jahren eine große Veränderung durchlebt. Mit der neuen Fußgängerzone und weiteren baulichen Entwicklungen ist es gelungen, neues Leben nach Eicken zu bringen. Dank engagierter Bürger und einer kooperativen Lokalpolitik wird der Schillerplatz neu gestaltet. Eicken ist der Geburtsort der Borussia und war über Jahrzehnte mit dem Bökelberg das Ziel Zehntausender begeisterter Fans.

Mit der Marktplatzgestaltung in Hardt möchten die Bürger und Geschäftsleute ähnliches erreichen. Der Platz soll als Treffpunkt und Zentrum angenommen und belebt werden.

An der Grenze zum Stadtbezirk Süd (Rheydt und Odenkirchen) entwickelt sich die Hochschule Niederrhein prächtig weiter. Mit neuen Landesmitteln und Zusagen ist es nun möglich, die Studienqualität weiter zu verbessern und das Angebot auszubauen. Mönchengladbach als Stadt der Bildung, Forschung und Innovation wird hier besonders deutlich. Als Impulsgeber entwickelt sich die Hochschule zunehmend zu einem wichtigen Partner für Unternehmen und die Politik in der Stadt.

Neben dem Fortschritt spielt in Mönchengladbach die Tradition eine große Rolle. Das klassische Brauchtum in Form von Karneval und Schützen ist überall präsent. In den Stadtteile sind es nicht zuletzt die vielfältigen Vereine, ob nun Brauchtum, Sport oder Kultur, die viel bewirken. Das soziale Miteinander wird in den Stadtteilen noch groß geschrieben. Die SPD steht in einer Reihe mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern und ist in den Stadtteilgesprächen mit von der Partie.

Die Aufgaben der nächsten Jahre sind vielfältig. Mit dem Masterplan für Mönchengladbach, der Verkehrsentwicklungsplanung und der Umgestaltung der Innenstadt stehen große Projekte vor der Tür. Dazu kommen viele kleine Planungen für die einzelnen Stadtteile. Neue Zentren und Plätze werden entstehen und das Gesicht des gesamten Stadtbezirks zum Positiven verändern. Ortsverein und Bezirksvertretungsfraktion arbeiten Hand in Hand mit den lokalen Initiativen, um diesem jungen Stadtbezirk ein Gesicht zu geben und Räume für Neues zu eröffnen.