Mein Leben in Mönchengladbach

Mein Leben in Mönchengladbach

Geboren wurde ich am 22. März 1989 im Elisabethkrankenhaus Mönchengladbach. 1995 begann ich meine Schullaufbahn an der Montessori-Grundschule, bevor ich 1999 an das Städt. Mathematisch-Naturwissenschaftliche Gymnasium wechselte. Hier legte ich 2008 mein Abitur ab und begann kurz darauf im Oktober 2008 mein Studium der Geschichts- und Politikwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 2011 beendete ich mein Bachelor-Studium mit meiner Bachelor-Arbeit zum „Wilden Streik“ 1973 bei Pierburg in Neuss. Drei Semester später schrieb ich dann meine Masterarbeit, in der ich mich mit der Rolle der IG Metall in der Konzertierten Aktion 1967 bis 1977 auseinandersetzte.

Während meines Studiums war ich erst als Hilfswissenschaftlicher und dann Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Wirtschaftsgeschichte tätig. Mit besonderer Begeisterung habe ich in den letzten Semestern mehrere Lehraufträge an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wahrnehmen dürfen.

Wirtschaftsgeschichte als Teilbereich der Geschichtswissenschaften hat mich besonders begeistert. Der Einfluss wirtschaftlicher Entwicklungen auf menschliches, gesellschaftliches und politisches Handeln im Verlauf der letzten ca. 150 Jahre seit Beginn der Industrialisierung ist ein lohnendes Betrachtungsobjekt. Den Schwerpunkt meiner eigenen Forschungen bildete die Gewerkschaftsgeschichte in den 1960er und 1970er Jahren. Gerade diese Phase „nach dem Boom“, wie Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael diese Jahre skizzieren, ist besonders spannend, weil sie den Umbruch einer absoluten Wachstumswirtschaft hin zu „normalen Verhältnissen“ darstellt. Wie hat sich eine Gesellschaft darauf eingestellt? Welche Konsequenzen ergaben sich daraus für die Politik?

Die Verbindung der beiden Studienfächer Politik- und Geschichtswissenschaften wurde ergänzt durch den Austausch unter den Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), zu denen ich während meiner gesamten Studienzeit zählen durfte. Der Austausch zwischen jungen Akademikern war für die eigene Forschungsarbeit immer wieder befruchtend. Neben der fachlichen Qualifikation vermittelte die FES aber auch Kompetenzen für das politische Engagement.

In die SPD bin ich im März 2003 eingetreten. Kurze Zeit später besuchte ich die ersten Veranstaltungen von Ortsvereinen und Jusos und war von der politischen Arbeit direkt begeistert. 2006 wurde ich zum ersten Mal in den Unterbezirksvorstand der SPD Mönchengladbach gewählt. Bei der Kommunalwahl 2009 trat ich als Ratskandidat an – leider erfolglos. Im gleichen Jahr wurde ich aber zum Vorsitzenden des Ortsvereins Mönchengladbach-Mitte gewählt. 2011 fusionierten die Ortsvereine MG-Mitte und Hardt/Venn und ich wurde zum ersten Vorsitzenden des neuen Ortsvereins Mönchengladbach-Nord.

Bei der Kommunalwahl 2014 trat ich erneut in meinem Ratswahlkreis Bunter Garten/ Großheide/ Windberg-Nord an und zog über die Reserveliste in den Stadtrat ein. Die SPD-Fraktion wählte mich am 26. Mai 2014 einstimmig zu ihrem Vorsitzenden. Im Vorfeld der Wahl war ich maßgeblich an der Erarbeitung unseres Kommunalwahlprogramms beteiligt und konnte damit die inhaltlichen Schwerpunkte unseres Wahlkampfes mitgestalten. Eine gute Vorbereitung auf die kommunalpolitische Tätigkeit war der Besuch der 41. Kommunalakademie im Herbst 2013. Hier treffen rund 60 Nachwuchskräfte der SPD aus ganz Deutschland zusammen, um sich zu vernetzen, über aktuelle Fragen zu diskutieren und in Workshops Qualifikationen für die politische Arbeit zu erwerben.

Neben meinem politischen Engagement arbeite ich im Familienunternehmen mit. 1983 wurde das Vitusheim, ein stationäres Seniorenwohn- und Pflegeheim, gegründet. Seit Dezember 2013 bin ich hier neben meiner Mutter als Geschäftsführer tätig.

muenster